Enzymreiniger lösen organische Ablagerungen im Abfluss biologisch auf - ohne aggressive Chemie. Für regelmäßige Pflege sind sie eine gute Wahl, bei starken Verstopfungen braucht man jedoch oft mechanische Hilfe.
Was ist ein Enzymreiniger?
Enzymreiniger enthalten lebende Bakterien und Enzyme, die Fette, Haare und Seifenreste langsam abbauen. Sie sind umweltschonend und schonen die Rohrleitungen. In Stuttgart, wo viele Altbauten ältere Gussrohre haben, ist das ein klarer Vorteil gegenüber aggressiven Abflussreinigern.
Schritt-für-Schritt: Enzymreiniger richtig anwenden
- Abfluss vorbereiten: Grobe Rückstände und Haare vom Sieb entfernen.
- Mittel dosieren: Laut Herstellerangabe in den Abfluss gießen - meist 100 bis 200 ml.
- Einwirken lassen: Mindestens 8 Stunden, am besten über Nacht, kein Wasser laufen lassen.
- Spülen: Morgens mit lauwarmem Wasser nachspülen - kein kochendes Wasser, das tötet die Bakterien ab.
- Wiederholen: Für beste Ergebnisse einmal pro Woche wiederholen.
Worauf beim Kauf achten?
Achten Sie auf Produkte mit lebenden Bakterienkulturen (auf der Verpackung oft als 'probiotisch' oder 'biologisch aktiv' gekennzeichnet). Billigprodukte enthalten manchmal nur Enzyme ohne Bakterien - diese wirken kürzer. Für Stuttgart mit hartem Leitungswasser eignen sich Produkte, die auch Kalkablagerungen angreifen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis ein Enzymreiniger wirkt?
Bei regelmäßiger Anwendung zeigen sich Ergebnisse nach zwei bis vier Wochen. Bei einer bestehenden Verstopfung reicht ein Enzymreiniger allein oft nicht aus - hier ist mechanische Reinigung nötig.
Kann ich Enzymreiniger mit anderen Mitteln kombinieren?
Nein. Chemische Abflussreiniger oder Bleichmittel töten die Bakterien ab und machen das Produkt wirkungslos. Mindestens 48 Stunden Abstand halten.
Sind Enzymreiniger für alle Rohre geeignet?
Ja, sie sind für Kunststoff- und Metallrohre geeignet und greifen keine Dichtungen an. Besonders für ältere Rohrsysteme, wie man sie in vielen Stuttgarter Altbauten findet, sind sie eine schonende Wahl.