Stuttgart liegt in einem Gebiet mit vergleichsweise hartem Leitungswasser. Das bedeutet: Kalk setzt sich regelmäßig in Rohren, Siphons und Armaturen ab. Mit der Zeit verengen Kalkablagerungen den Rohrdurchmesser, drosseln den Wasserfluss und begünstigen weitere Verstopfungen durch haftende Fett- und Seifenreste.
Wie entsteht Kalk in Rohren?
Im Leitungswasser gelöstes Kalziumkarbonat fällt beim Erhitzen oder Verdunsten als weißer Feststoff aus. In Warmwasserleitungen, Durchlauferhitzern und Duschköpfen bildet sich daher besonders schnell Kalk. Kalte Abwasserleitungen sind weniger betroffen, aber nicht kalkfrei.
Methoden zur Kalkentfernung
Essig und Zitronensäure - für leichte Ablagerungen
Füllen Sie den Siphon oder die betroffene Leitung mit einem Gemisch aus Wasser und Zitronensäure (ca. 2 Esslöffel auf einen Liter) oder unverdünntem Haushaltsessig. Nach 30 bis 60 Minuten Einwirkzeit mit viel warmem Wasser nachspülen. Für Siphons und Duschköpfe gut geeignet.
Entkalkungsmittel - für stärkere Ablagerungen
Handelsübliche Entkalkungsmittel auf Zitronensäure- oder Phosphorsäurebasis lösen auch dickere Kalkschichten. Beachten Sie die Herstellerangaben zur Einwirkzeit und spülen Sie gründlich nach.
Mechanische Reinigung - bei harten Inkrustierungen
Sehr starke Kalkablagerungen, die das Rohr verengen, müssen mechanisch entfernt werden. Fachbetriebe in Stuttgart setzen dafür Hochdruckspülung oder spezielle Fräsgeräte ein.
Vorbeugung: Kalk erst gar nicht entstehen lassen
- Wasserenthärter oder Ionentauscher für die gesamte Hausinstallation einbauen
- Entkalkungsfilter direkt an Wasseraufbereitungsstellen (Küche, Dusche)
- Regelmäßiges Durchspülen von selten genutzten Leitungen mit heißem Wasser
Häufige Fragen
Kann Kalk Rohre dauerhaft beschädigen?
Starke Kalkablagerungen erhöhen den Druck in der Leitung und begünstigen Korrosion. In Kupfer- und Stahlrohren alter Stuttgarter Gebäude kann das langfristig zu Undichtigkeiten führen. Regelmäßige Entkalkung beugt vor.
Wie oft sollte ich Siphons entkälken?
In Stuttgart mit hartem Wasser etwa alle 3 bis 6 Monate, je nach Nutzungshäufigkeit. Duschköpfe häufiger, sobald der Wasserdruck nachlässt.
Darf ich Salzsäure zur Rohrentkalkung verwenden?
Salzsäure ist sehr aggressiv und greift Metall- und Kunststoffrohre sowie Dichtungen an. Sie sollte nur von Fachleuten und in Ausnahmefällen eingesetzt werden. Zitronensäure ist die sicherere Alternative für Haushalte.