Kurzantwort: Bei einem Rohrbruch sofort den Haupthahn zudrehen, um weiteren Wassereintritt zu stoppen. Dann die Sicherung abschalten, wenn Wasser in die Nähe von Elektrik gerät. Danach Notdienst rufen und die Gebäudeversicherung informieren. Jede Minute zählt.
Schritt 1: Hauptwasserhahn sofort schließen
Der wichtigste Schritt bei jedem Wasserrohrbruch ist das sofortige Abstellen der Wasserzufuhr. Der Hauptabsperrhahn befindet sich in den meisten Stuttgarter Haushalten im Keller oder im Versorgungsraum nahe dem Wasserzähler. In Mietwohnungen ist er oft im Keller oder im Treppenhaus zugänglich.
Wissen Sie jetzt, wo Ihr Haupthahn ist? Wenn nicht, suchen Sie ihn heute - nicht erst, wenn Wasser durch die Decke läuft.
Schritt 2: Strom abschalten wenn nötig
Gelangt Wasser in die Nähe von Steckdosen, Elektrogeräten oder der Elektroinstallation, schalten Sie sofort den Sicherungsautomaten für den betroffenen Bereich oder den gesamten Haushalt ab. Wasser und Strom sind eine lebensgefährliche Kombination. Betreten Sie unter keinen Umständen überflutete Räume, in denen Strom fließen könnte.
Schritt 3: Wasser auffangen und Schaden begrenzen
Stellen Sie Eimer auf, legen Sie Handtücher aus und versuchen Sie, austretende Nässe so gut wie möglich einzudämmen. Entfernen Sie wertvolle Gegenstände, Dokumente und Elektrogeräte aus dem Schadensbereich. Fotografieren Sie alles, bevor Sie aufräumen oder trocknen - diese Fotos sind für die Versicherung unerlässlich.
Schritt 4: Notdienst rufen
Ein Rohrreinigungsbetrieb oder Klempner mit Notdienst in Stuttgart kann den Schaden vor Ort beurteilen, defekte Rohrabschnitte provisorisch sichern oder tauschen und die Wasserzufuhr gezielt unterbrechen. Achten Sie darauf, den genauen Schadenort zu beschreiben, damit der Techniker das richtige Material mitbringt.
Schritt 5: Vermieter und Versicherung informieren
Als Mieter müssen Sie den Vermieter unverzüglich benachrichtigen - per Telefon und dann noch einmal schriftlich. Als Eigentümer informieren Sie Ihre Gebäudeversicherung so schnell wie möglich. Die meisten Versicherungen haben einen 24-Stunden-Notfall-Service und können einen Sanierungsbetrieb beauftragen.
Wichtig: Viele Versicherungsverträge verlangen, dass Sie den Schaden innerhalb von 48 bis 72 Stunden melden. Halten Sie diese Frist unbedingt ein.
Was deckt die Gebäudeversicherung ab?
Eine normale Gebäudeversicherung deckt Leitungswasserschäden ab - also Schäden, die durch austretendes Leitungswasser entstehen. Dazu gehören in der Regel:
- Schäden am Gebäude selbst (Böden, Wände, Decken),
- Kosten für die Ortung des Schadens,
- notwendige Trocknungsmaßnahmen.
Die Hausratversicherung des Mieters deckt dagegen Schäden an dessen persönlichen Gegenständen ab. Beide Versicherungen können parallel greifen.
Nach dem Notfall: Was jetzt wichtig ist
- Schaden vollständig dokumentieren (Fotos, Rechnungen, Handwerkerberichte).
- Feuchtigkeit professionell messen und trocknen lassen - sichtbar getrocknete Wände können innen noch durchfeuchtet sein.
- Ursache des Rohrbruchs klären und dauerhaft beheben - nicht nur provisorisch reparieren.
- In älteren Stuttgarter Gebäuden prüfen lassen, ob weitere Rohrabschnitte erneuerungsbedürftig sind.