Kurzantwort: Für den Auftraggeber ist ein Festpreis fast immer vorteilhafter, weil die Kosten von Anfang an feststehen. Achten Sie darauf, dass Festpreise alle Leistungen abdecken - Anfahrt, Reinigung, Entsorgung und Mehrwertsteuer inklusive. Beim Stundenlohn können unerwartete Extras die Rechnung schnell in die Höhe treiben.
Die zwei Abrechnungsmodelle im Überblick
Rohrreinigungsbetriebe in Stuttgart rechnen auf zwei verschiedene Weisen ab. Zu wissen, welches Modell für Sie gilt, kann den Unterschied zwischen einem fairen Preis und einer bösen Überraschung ausmachen.
Festpreis
Der Fachbetrieb nennt Ihnen vor Beginn der Arbeit einen fixen Gesamtbetrag. Unabhängig davon, wie lange der Techniker braucht, zahlen Sie diesen Betrag - nicht mehr und nicht weniger (sofern keine unvorhergesehenen Komplikationen auftreten, die im Angebot ausgeschlossen sind).
Vorteile:
- Volle Kostenkontrolle von Beginn an
- Kein Risiko bei langwierigen Arbeiten
- Einfach vergleichbar zwischen verschiedenen Anbietern
Stundenlohn
Abgerechnet wird nach tatsächlichem Zeitaufwand plus Material. Üblich sind in Stuttgart Stundensätze zwischen 60 und 120 Euro, bei Notdiensten auch mehr.
Nachteile:
- Schwer kalkulierbar, wenn Ursache unklar ist
- Längere Arbeitszeiten gehen voll zu Ihren Lasten
- Anfahrtszeit wird oft ebenfalls berechnet
Was ein guter Festpreis enthalten muss
Nicht jeder Festpreis ist gleich. Fragen Sie vor der Auftragserteilung ausdrücklich:
- Ist die Anfahrt enthalten?
- Ist die Entsorgung von Schmutzwasser und Reinigungsabfällen im Preis?
- Sind Kamerainspektion und Protokoll inbegriffen oder werden sie extra berechnet?
- Gilt der Preis inklusive Mehrwertsteuer?
- Was passiert, wenn die Arbeit länger dauert als erwartet - wird das extra verrechnet?
Ein seriöser Betrieb in Stuttgart beantwortet alle diese Fragen klar und schriftlich, bevor er anfängt.
Kostenfallen erkennen und vermeiden
Der Lockvogel-Preis
Manche Anbieter - besonders solche, die sich telefonisch mit extrem niedrigen Preisen empfehlen - vergeben einen günstigen Grundpreis und addieren dann vor Ort Zuschläge für Verschmutzungsgrad, Materialverbrauch oder Sonderwerkzeug. Verlangen Sie immer einen schriftlichen Kostenvoranschlag vor Ort, bevor die Arbeit beginnt.
Mündliche Zusagen sind heikel
Telefonisch genannte Preise sind selten bindend. Holen Sie den Festpreis immer nach der Begutachtung vor Ort - und lassen Sie ihn unterschreiben.
Notdienst-Aufschläge
Abends, nachts oder am Wochenende sind Aufschläge von 50 bis 100 Prozent normal und legitim. Fragen Sie beim Anruf explizit nach dem geltenden Notdiensttarif.
Empfehlung: So gehen Sie vor
- Holen Sie mindestens zwei schriftliche Angebote ein.
- Bestehen Sie auf Festpreis nach Vor-Ort-Besichtigung.
- Lassen Sie alle Positionen schriftlich aufführen.
- Vergleichen Sie Gesamtpreise, nicht nur den Stundensatz.
- Arbeiten Sie nur mit Betrieben, die Ihnen vor Beginn alles transparent erklären.